Vorbild ’städtebaulicher Zwilling‘ Paul-Linke-Ufer, Kreuzberg

Das Kiehlufer ‚zwischen den Brücken‘ Wildenbruch- und Treptower Brücke soll ein ähnlich ‚blau-grün‘ lebendiger, vielseitig einladender Ort werden das Paul-Linke-Ufer ‚zwischen den Brücken‘ Hobrecht- und Thielenbrücke. Dieser ’städtebauliche Zwilling‘ ist nur wenige Gehminuten entfernt: der Uferbereich ist dort zugänglich abgestuft, die Wohn- und Nutzgebäude in vorwiegend schön saniertem gründerzeitlichem Altbau sind zurückgesetzt und treten hinter den vielen Straßenbäumen in den Hintergrund. Der Verkehr ist auf Anlieger beruhigt, daher läd hier der ganze Stadtraum ein, entspannt unter Bäumen zu flanieren entlang geselliger Uferbistros, Parkbänke, grüner Strauchinseln und Wildwiesen, mit einem zentralen Boule-Platz als beliebtem Treff von Jung und Alt, und das frei von Konsumzwang.

Die ‚Initiative Reichenberger Kiez für Alle‘ engagiert sich dort seit 2023 für klimawirksame Begrünung und eine Verbesserung der verschiedenen, beliebten Begegnungs- und Erholungsorte ihres sehr hoch verdichteten Kiezes unter dem Motto „Gemeinsam gestalten wir den Weg in die Klimaneutralität. Mit sozialem Zusammenhalt, aktivem Kiezleben, Maßnahmen für Klimaschutz und Klimaanpassung, und der Teilhabe im eigenen Lebensumfeld.“

Sie schaffte es auch mit viel Ausdauer, das lange skeptische Bezirksamt zu motivierten, Maßnahmen von Entsiegelung und naturfreundlicherer Gestaltung zuzulassen, und das auch noch zusammen mit den Menschen vor Ort –geht doch 🙂
reichenbergerkiez.de

-> siehe auch: „Berlin hat zu wenig entsiegelte Flächen Unterm Pflaster ist es zu trocken. Alle reden von der „Schwammstadt“. In Friedrichshain-Kreuzberg wollen BürgerInnen selbst eine Straße teilentsiegeln. Doch so einfach geht es nicht.“ taz 13.9.2023

https://taz.de/Berlin-hat-zu-wenig-entsiegelte-Flaechen/!5957161