Berlin Strategie 2030 – 3.0 Langfassung von 09-2021

Vision 2030: S.84f: „3. Wo sind Veränderungen besonders zu steuern? Die Schwerpunkträume (…) 3.4. Die neun Räume im Kurzporträt (…) Südring Neukölln: Kieze und Gewerbe zwischen Tradition und Wandel – Der Schwerpunktraum liegt entlang des südöstlichen Abschnitts der Ringbahn zwischen Oberlandstraße und Ostkreuz, er erstreckt sich nach Südosten bis zur Köllnischen Heide. Heute liegen hier Quartiere und Arbeitsorte, die sich in den letzten Jahren stark verändert haben. Durch den Ausbau der sozialen und kulturellen Infrastruktur und die Umstrukturierung des öffentlichen Straßenraums sind 2030 und danach lebenswerte Kieze entstanden. Preisdämpfende öffentliche Maßnahmen im überhitzten Immobilienmarkt haben vielfältige urbane Wohn- und Arbeitsorte erhalten und verbessern können.“

„Wo Stadt und Grün gemeinsam wachsen 2.5.2., Anlass und Ausgangslage

Bei der Entwicklung der grünen Infrastruktur müssen besonders die Räume im Stadtgebiet in den Blick genommen werden, bei denen schon in der Vergangenheit ein erhebliches Defizit bestand. Bereits 2016 waren in Berlin fast 1 Million Menschen nicht ausreichend mit Grünflächen versorgt, das heißt, in der Nähe ihres Wohnortes befanden sich keine für die Erholung geeigneten Grünflächen. Die steigende Bevölkerungszahl stellt die Entwicklung der Stadt diesbezüglich insbesondere in den Innenstadtbereichen vor besondere Herausforderungen. Auch die Auswirkungen von Pandemie und Klimawandel haben die Bedeutung der wohnortnahen Grünversorgung hervorgehoben und das Freizeit- und Mobilitätsverhalten vieler Berlinerinnen und Berliner verändert. Damit Berlin auch im Jahr 2030 noch eine grüne und resiliente Stadt ist, muss sie sich ihre Prinzipien bewahren und vorsorgen.

Für die neuen Stadtquartiere gilt es, Qualitätskriterien bzw. bestehende Leitlinien hinsichtlich der Quartiersentwicklung, städtebaulichen Gestaltung, sozialen und funktionalen Mischung, Zentrenbildung, Bauherren- und Eigentümerstrukturen, sozialen, gesundheitlichen und barrierefreien Infrastrukturen, Versorgung und Ausstattung mit öffentlichen Räumen, Natur- und Grünräumen sowie der Verkehrsanbindung, vor allem durch den öffentlichen Nahverkehr, weiterzuentwickeln. Durch Umsetzung innovativer, intelligenter Bauweisen werden zukunftsfähige Bestände entwickelt und bezahlbares Wohnen gewährleistet. Die städtebaulichen Gütekriterien stellen dabei sicher, dass die Schaffung neuen, bezahlbaren Wohnraums mit einer hohen inneren Qualität der neuen Quartiere verbunden wird und die Quartiere so zum langfristigen Erfolg führt. Im Sinne einer umweltgerechten Stadt sind alle Bevölkerungsgruppen ausreichend mit Grün zu versorgen. Es ist sicherzustellen, dass Quartiere mit vielfältigen Bildungs- und Aufstiegschancen sowie mit enger funktionaler, verkehrlicher und mentaler Verbindung mit der Gesamtstadt, vor allem auch zum Erwerbsarbeitsmarkt, entstehen.

Mit der -> Charta für das Berliner Stadtgrün wurde vom Berliner Senat eine dauerhafte Selbstverpflichtung des Landes Berlin für den Umgang mit dem Berliner Stadtgrün verabschiedet. Das Stadtgrün ist für Berlin zentral. Berlin wird als moderne, lebenswerte Metropole nur bestehen, wenn das Grün in der Stadt und die verschiedenen neuen Herausforderungen wie Flächenkonkurrenzen oder Klimawandel in Einklang gebracht werden. Es gilt, ausreichend große, an örtlichen Gegebenheiten und Bedarfen ausgerichtete grüne Freiräume zu sichern und zu entwickeln.“ (BerlinStrategie 3.0 09-2021, Langfassung S.56)

https://www.berlin.de/sen/stadtentwicklung/planung/berlinstrategie/aktuelle-fassung-3-0