Krise technokratischen Denkens & Handelns bedroht unsere Lebensgrundlagen


Durch unser Leben spukt fortwährend ein ‚Elefant im Raum‘, schauen wir nur in die Schlagzeilen: unser Wirtschaftssystem verlangt ständiges Wachstum. Dabei weiß jede:r, das in einer Welt mit endlichen Ressourcen unmöglich. Wir ignorieren also die Regeln der natürlichen Systeme, deren Teil wir sind –und von denen wir existenziell abhängen. An den immer heftigeren Symptomen wird kostspielig versucht herumzudoktern, während die Mittel zur Bekämpfung der Ursachen fehlen und alles immer schlimmer wird. Das zu beobachten erzeugt großes Unbehagen in der Bevölkerung –aber was tun?!

„Ohne Abkehr vom derzeitigen unbekümmerten Fortschrittsglauben ist die Destablisierung unserer Lebensgrundlagen nur noch eine Frage der Zeit“ schreibt Frederic Vester, Biochemiker, Fachmann für Umweltfragen und Kybernetiksysteme, in ‚Die Kunst vernetzt zu denken. Ideen und Werkzeuge für einen neuen Umgang mit Komplexität. Der neue Bericht an den Club of Rome‘ (DTV 1999, S.26f, s. auch unten).

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Quelle: Der Tagesspiegel, Stuttmann 12.8.2026